Tarnnetze

Tarnnetze:

How to „Tarnnetze“

Tarnnetze, eine beliebtes Zubehör für unsere kleinen Ketten – Kätzchen. Ich hab mir überlegt wie man das ganz einfach bewerkstelligen könnte. Tipps und Meinungen gibt es genug im Netz, das Resultat ist aber oftmals ein starres Ding , Klotzähnlich und nicht sehr schön, wenn auch schön bemalt. Ein Tarnnetz muss transparent sein, es soll ja nur die Konturen des Fahrzeuges brechen, nicht abdecken. Ich hab dann etwas rumexperimentiert

Für meine Fabrikation von billigst Tarnnetzen benötigt man:

-grosse Gaze Verbände „Longuetten“ hiessen die, die ich nach der OP im September drauf hatte. Sie waren ausgefaltet ca. 30x70 cm, Einlagig.

-dunkle grüne Farbe die man doll mit Wasser verdünnt. Aqua basierend

-Holzbeize (dunkle Eiche) Aqua basierend

Ich würde nicht Farben auf Nitro- Base nehmen, weil man mit den Händen ran muss. Oder Handschuhe tragen, stinkt aber auch…. die Nitro Farbe…

Die Gazen zusammenfalten und verknoten, gibt Struktur in die Farbgebung.
Dann in die Grüne Farbe, ein paar mal aufsaugen und ausdrücken lassen.

Das gleiche Spiel mit der Holzbeize, allerdings mit Vorsicht, sonst sind die Dinger einfach durchgehend braun. Gut ausdrücken, dann entknoten, auseinanderfalten und trocknen lassen. Das Ganze sieht dann je nach Farben etwa so aus…

Die Beize gibt dem Ganzen etwas Festigkeit und trotzdem kann man sie wie man will in Form bringen.

Mit 2mm Kabelbinder festmachen, die kann man lederbraun lackieren und die Verschlüsse in Metallook, sieht wie echte Lederriemen aus!! Und wenn man fährt, bewegen sich die Dinger, echt toll...

Alex für den PTI
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Und noch ein Zusatz von mir:

Ich habe ähnliche Versuche mit Gaze und Stofffärbemittel unternommen, die Ergebnisse sahen ganz gut aus, nur ist es recht schwierig die passenden matten Farben zu bekommen.

Beim Färben immer mit der hellsten Farbe als Grundfarbe anfangen, dann die nächst dunklere verwenden. Der erste Durchgang wird ohne Knoten gemacht und man erhält ein durchgängig einfarbiges Tuch. Nach dem trocknen einige feste Knoten in das Tuch und in die nächste Farbe, wieder trocknen, nun noch ein paar feste Knoten und das ganze in die nächst dunklere Farbe. So erhält man ein dreifarbiges Tarnnetz, zu meiner Schulzeit nannte sich das Verfahren Batik und man färbte damit T-Shirt und vieles mehr. Das hatte den Vorteil das jedes Shirt ein Unikat war, das ist bei den Netzen auch so.

Kay
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Hallo Panzer Team.

Hätte da auch eine kleine Erläuterung zu diesem Thema:

Man kann dafür auch sehr gut Jutesäcke nehmen, die bekommt man in jeden Garten oder Bastelladen, und es gibt die in fast jeder Grösse (Maschen, also Kett- und Schussfäden). Man nehme ein Stück Jutesack, und scheidet ein beliebig grosses Stück heraus, man kann auch reissen, aber da besteht die Gefahr das man das Geflecht zerstört und die Form einbüßt, die Außenkanten können dann mit Schleifpapier relativ grob so bearbeitet werden, das es eine schöne ausgefranste Kante gibt, um Löcher darzustellen, die ja eigentlich in fast jedem Tarnnetz zu finden sind (ob in der Bundeswehr oder der Wehrmacht), kann man so vorgehen, mit der Schere, Bandschleifer oder stumpfen Messer einfach ein paar Löcher schneiden oder schleifen, gebe ja zu das mit dem Bandschleifer ist ein wenig extrem, aber geht ganz gut. Aber bitte macht das draußen, ich habe es im Haus gemacht und meine Frau drohte mir an das ich dann wohl die nächsten zwei Stunden abstauben darf! Nun ja, mit dem schleifen entstehen natürlich hässliche Kanten (sehr fransig), diese bekommt man ganz einfach weg indem man mit den Feuerzeug die Schnittkanten oder Schleifkanten kurz anflammt (natürlich auch draussen, der Frau zur Liebe), wenn man dieses geschafft hat kann man an das einfärben gehen, ich habe das mit hochverdünnter Binderfarbe gemacht (Abtönfarbe für Wand und Decke), Netz kurz einlegen, rausnehmen und auswringen und zum trocknen hinlegen. Nach dem trocknen ist das Netz ein bissel steif, kann man aber durch zerknüllen gut wieder weich bekommen. Mit diesen Vorgang kann man auch so einige Farbschattierungen hinbekommen, die man Stück für Stück mit einem zerknüllten Lappen oder einen abgebundenem Ringpinsel aufbringen kann. Stofffetzen kann man natürlich mit Nadel und Faden einnähen um die Tarnnetze perfekt zu machen. Dieses hat mir meine Frau abgenommen, nach unzähligen Nadelstichen in meinen Fingern konnte sie mein Gejammer anscheinend nicht mehr ertragen.

Ach ja der Stoff kann natürlich auch so wie oben beschrieben eingefärbt werden.

Konnte leider keine Fotos mailen da meine Kamera defekt ist, werde aber so
schnell wie möglich welche nachreichen.

Gruss an alle Panzerfans

Rolf

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Und noch einmal ein Zusatz von mir:

Was auch ganz hervorragend geht sind Verbandspäckchen (je größer umso besser) von der Bundeswehr, die Gaze ist entweder Natooliv oder Braun. Die Oliven sind so schon Gebrauchsfertig, jeder der die Möglichkeit hat an die Dinger ranzukommen kann sich ne Menge Arbeit sparen. Und wer einen Fleckentarn möchte kann sie auch wie gewohnt nachbehandeln.

Kay (der nie auslernt)