Sherman M4 A2 Howitzer kleine Verbesserungen

Sherman M4 A2 Howitzer kleine Verbesserungen

Der Sherman M4 A2 Howitzer als FO-Modell von Tamiya ist das wohl zuverlässigste Modell seiner Klasse. Es sind keine Schwachpunkte bekannt, weder an der erstklassigen und vollkommen unproblematischen Kette, noch am Laufwerk gibt es Probleme. Die Elektronik von Tamiya ist ja eh über jeden Tadel erhaben. Die Preise für einen FO-Sherman sind deutlich unter denen der anderen drei WW II Panzer angesiedelt, das alleine macht ihn an sich schon interessant. Er ist aber auch am leichtesten zu bauen und ist nahezu wartungsfrei, deshalb ist er für jeden Einsteiger sicher die erste Wahl, nebenbei lässt er sich auch am einfachsten fahren.

Es gibt lediglich einen Schönheitsfehler, die 105mm Haubitze ist im Vergleich zum Original zu kurz und verjüngt sich nicht genug. Deshalb empfehle ich bei einen Neubau gleich eines der verschiedenen im Zubehörhandel angebotenen Alurohre zu verwenden, die kommen dem Original erheblich näher und kosten nicht die Welt (ca. 10,-€).

Baubericht Bild
Sherman M4 A2 Ami
Baubericht Bild
Sherman M4 A2 Franzose

Rechts mit Alurohr, links das originale Plastikrohr. Es fällt erst beim zweiten Blick auf, aber das Alurohr ist ca. 5 mm länger und verjüngt sich etwas stärker als das originale Plastikteil das aus zwei Hälften zusammen geklebt werden muss.

Die Bleche vor dem Kettenrädern des rechten Panzers sind zwar Bestandteil des Bausatzes, gab es aber bei echten Shermans nicht. Er sollte besser so aussehen:

Hier ist auch die Antennenhalterung von Heck in den Turm verlegt worden wo sie auch hingehört. Das hat den positiven Nebeneffekt das der Lautsprecher nicht mehr stören kann und die Fernsteuerung viel besser arbeitet.

Baubericht Bild
Sherman M4 A2

Alle Angaben gelten nur für die FO-Version, der Sherman wurde seit 1970 in den verschiedensten Varianten von Tamiya hergestellt, optisch unterscheiden sie sich allerdings kaum, aber die Technik ist eine total andere. Ich kann keinen unerfahrenen Modellbauer zu einem Kauf so eines alten Sherman raten, es sei den er soll nur in der Vitrine stehen. Alle erfahrenen Modellbauer sollten sich sehr genau erkundigen was für ein Modell da gerade angeboten wird, der Umbau zu einem RC-Modell, oder gar einem FO-Modell kann ganz schön ins Geld gehen, da ist ein neuer Bausatz oftmals die bessere und günstigere Wahl.

Es werden auch immer einige Umbauten zu der englischen Firefly-Version angeboten, der Firefly hatte eine gewaltige 17-Pfund-Kanone die in ihrer Leistung der normalen deutschen 88mm Kanone ebenbürtig war. Die Engländer hatten allerdings nur Sherman mit den alten, senkrechten Rollenwagen mit je zwei Laufrollen, und nicht die in dem Taniyamodell verwendeten Rollenwagen mit den wagerechten Kegelstumpffedern, außerdem benutzten die Engländer nur Shermans mit dem Dieselmotor, die amerikanischen Versionen hatten alle (wie das Tamiyamodell (Soundmodul!)) Ottomotoren, was einen originalgetreuen Umbau fast unmöglich macht. Es werden hier meist nur die relativ einfachen Umbauten am Turm vorgenommen, die Kanone ausgetauscht und das MG in der vorderen Wanne entfernt. Die Kanone muss dann noch einen Rücklauf bekommen, den diese gewaltige Geschütz brauchte als einziges der im Sherman verwendeten Geschütze zwingend einen Rücklauf um den enormen Rückschlag zu kompensieren, deshalb wurde ja auch das Funkgerät in einem Kasten außen am Turm befestigt, weil bei den ersten Testschüssen mit einem Rücklauf das Geschütz das Funkgerät an der hinteren Innenwand des Turms zermalmte. Das alles sieht dann zwar recht imposant aus, aber durch das falsche Fahrwerk und dem falschen Sound ist es eben nicht originalgetreu. Ein wirklicher Totalumbau ist entsprechend aufwendig und nur was für Profis, also auch entsprechend teuer. Wer also einen Firefly angeboten bekommt sollte sich diesen sehr genau ansehen.

Kay