Sandsäcke 1:16

Sandsäcke

Ich habe lange überlegt wie man am besten Sandsäcke im Maßstab 1:16 fertigt, entweder man näht sie mühselig selber oder aber man gießt sich welche aus Plaste. Beides kam für mich nicht in Frage, zum selber nähen bin ich schlichtweg zu faul und das gießen ist erstens zu teuer und zweitens ist das Ergebnis zu starr und zu schwer.

Aber die Rettung nahte in einem großen Internetauktionshaus, da findet man immer wieder Angebote über 100 Säcke für ca. 8 - 9,- €. Da gab es für mich nichts zu überlegen, her damit.
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Trocknen

Ich war angenehm überrascht als die Säcke dann ankamen und sie sauber verpackt vor mir lagen, die Säcke sind sauber vernäht, haben die richtige Größe und haben die Farbe von nagelneuen, originalen Säcken.

Ich wollte allerdings gebrauchte Säcke haben, und da die echten Sandsäcke in der Witterung sehr schnell und sehr ungleichmäßig nachdunkeln habe ich mich entschlossen meine Modellsäcke zu färben.

Man nehme Textilfärbemittel im passenden braun und gehe gem. Anleitung vor, ich habe die Säcke einfach in einem 1 Liter Gefäß gefärbt, wenige Säcke z.Z. ergeben eine gleichmäßige Färbung, sehr viele Säcke gleichzeitig ergeben wegen des Gedränges im Behälter eine ungleichmäßige Färbung wie gewünscht. Die Säcke wurden nur wenige Minuten im Behälter mit einem Stab gerührt und fertig.

Das ganze dann ausspülen und trocknen.

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Sandsäcke befüllen

Nun geht es ans befüllen, ich habe dafür einfach Vogelsand genommen, aber feiner Sand (trocken!!) aus der Sandkiste geht genauso. Das befüllen ist eine Fleißarbeit, geht aber schneller als man denkt.

Wer keine Lust hat das Ganze per Hand zu machen kann sich natürlich auch so eine tolle Sandsackbefüllanlage konstruieren, die Produktion hat bisher allerdings schon acht Jahre benötigt und ist sauteuer, aber funktionieren tut sie klasse ;-)

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Biologische Befüllanlage

Aber mal im Ernst, meine kleine Mitbastlerin hier hatte einfach Spaß am befüllen der Säcke, das verkleben mit dem Sekundenkleber habe ich aus Sicherheitsgründen lieber selber gemacht. Das Zeug klebt nun mal alles, und mit Begeisterung auch Finger zusammen.

Die Säcke werden dann mit Sekundenkleber zugeklebt (die dunklen Ränder verschwinden beim trocknen vollkommen), dazu einfach die Ecken umlegen, mit je einen Punkt fixieren und nun die obere Lasche umlegen und verkleben, so erhält man schön rechteckige Säcke. Durch den echten Sand liegen die Säcke satt auf und man kann sie wunderbar stapeln, Watte oder ähnliches eignet sich nur für den Indoorbereich, wer sie wie ich auch draußen benutzt sollte schon auf Sand zurückgreifen. Ein Sack wiegt nun so zwischen 16 und 20 g. was sich natürlich auch bei 100 Säcken auf immerhin knappe 2 Kg summiert.

Wichtig ist das man die Säcke nicht zu stramm stopft, etwas nachstopfen ist zwar nötig, aber wenn die Säcke zu stramm sind lassen sie sich schlecht stapeln und sehen wie Ballons aus.

So, und nun mal ein Bild auf dem man sieht was man mit 100 Säcken so bauen kann, ich hoffe ihr könnt daran erkennen welche Menge ihr für euer Projekt benötigt.

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Fertig

Richtig gut sehen sie natürlich erst im Gelände aus, am besten als Ergänzung zu Erdstellungen usw..