Matsch, Schlamm, Öl und Rost

Matsch, Schlamm, Öl und Rost

Ich baue ja im allgemeinen nach dem Motto: Verschleiß, Dreck, Schlamm und Rost kommen von alleine, aber bei einem Standmodell wird das schwierig.
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Schon ganz schön dreckig

Tja, und mach einer kann es auch nicht abwarten bis das Modell so richtig durch den Dreck gefahren ist, oder er möchte etwas dauerhaftes was nicht abfärbt. Und dann kommt die Farbe ins Spiel, erst mal zum Thema Schlamm, Matsch, Dreck.

Am einfachsten ist es man kauft sich fertige Schlammfarbe, die gibt es von allen Namenhaften Anbietern, sehr gute Erfahrungen habe ich mit Gunze- und Tamiyafarben gemacht.
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auch von innen

Gunze bietet unter anderem auch Farbe für groben Matsch an, also mit groben Körnern (Sand). Die ist seht gut und wirkt unheimlich realistisch.

Natürlich kann man das auch selber machen, einfach die entsprechende Farbe mit etwas feinem, trockenen Sand (z.B. Vogelsand oder aus der Sandkiste) vermischen, schon hat man den schönsten Matsch.

Diesen groben Matsch verwendet man für die Flächen am Fahrzeug die unmittelbar betroffen sind, man sollte auch die Kotflügel, Schürzen von innen bearbeiten, das sieht besser aus wenn man mal von der Seite schaut. Wichtig bei Fahrzeugen ist auch das die Achsen und der gesamte Unterbau reichlich was abbekommt, alles wo etwas von oben drauf liegen kann sollte auch reichlich bedacht werden.
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Motor nicht vergessen

Einfach und simpel mit dem Pinsel auftragen, von vorne das ganze noch mit einem vollen, harten Pinsel bespritzen (den Pinsel mit den Spitzen über einen Stiel zeihen) und schon ist das Modell so richtig dreckig.

Die feine Farbe verwende ich um die Laufflächen der Reifen zu bearbeiten, die kann man dann auch über einem Blatt Papier frisch abrollen, dann wirk es so als ob der Jeep die letzten Meter über festen Untergrund gefahren ist. Das sollte man aber nur machen wenn das Profil der Reifen realistisch aussieht. Natürlich kann man den Innerraum auch mit Farbe bedenken, die Soldaten die in so einem Gelände im Einsatz waren, waren ganz sicher nicht mehr sauber. Also nicht die Sitzflächen, Pedale, Fußraum und so vergessen.
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und noch einmal nachgelegt

Wenn man es nicht ganz so dicke möchte, kann man die feine Farbe natürlich auch per Airbrush fein aufnebeln, also so als ob das Fahrzeug nur auf einer schmutzigen Straße voll gespritzt wurde.

Nun zum Öl, Öl ist natürlich meist im Motorraum ein Thema, aber gerade bei Panzern kann man damit auch Getriebeblöcke, Achslager, Tankstutzen usw. bedenken. Dazu benutze ich die Ölfarbe von Gunze, die wirkt sehr echt.

Einfach die relevanten Flächen mit dem Pinsel bearbeiten.
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jupp, so soll es sein.

Rost ist auch sehr einfach, auch hier gibt es entsprechende Farben, diese können je nach gewünschter Körnigkeit mit entsprechendem Sand vermischt werden, oder ich streiche das Objekt ein, streue Sand drüber und streiche das ganze noch einmal satt ein, das ergibt einen sehr grobkörnigen Effekt. Feinen Rost erhält man in dem man die Farbe einfach pur einsetzt.
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Schlammschlacht

Ansonsten benutze ich oftmals noch die Russfarbe von Gunze, die eignet sich hervorragend zum simulieren von Auspuffruß und an Mündungen von Geschützen.

Tja, und wenn einem das Auto noch nicht dreckig genug ist, dann legt man noch mal nach.

Kay