Michis Fennek in 1:16

Noch eine Baustelle? Ist das wirklich gut? Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung, und es ist mir auch egal. Mein Gepard steht seit drei Jahren im Keller, und ist noch nicht wirklich weit gekommen. Da muss einfach ein Modell her, welches vermeintlich schnell aufzubauen ist. Auf der Ausstellung im Deutschen Panzermuseum in Munster zu Pfingsten 2011 habe ich zwei Fenneks von Joachim Seidel gesehen, und bin stark ins Grübeln gekommen.

Am Pfingstmontag habe ich dann Kontakt mit Joachim Seidel aufgenommen, und mich nach dem Preis erkundigt. Nachdem wir uns geeinigt haben, hab ich auch gleich bestellt. Als Fahrwerk soll ein Tamiya TT-01 dienen. Böse Zungen behaupten hier, dass dieses ja nur noch ganz schwer zu kriegen wäre. Aber wenn man Modellsport Schmitz kennt, ist das gar kein Problem. Nachdem auch diese Bestellung gemacht war, habe ich sowohl für Seidel als auch für Schmitz die Überweisungen gemacht. Kleiner Tipp: Wenn man einen Screenshot der Überweisungsbestätigung an den Händler schickt, muss er mit dem Versand nicht warten bis das Geld bei ihm eingetroffen ist.

Zwei Tage später klingelts an der Tür: "DHLLLLL!!!" Und man glaubt es kaum, er hat es sogar hoch getragen...

Seidel Frässatz Polyplatte 1
Seidel Frässatz Polyplatte 1
Der Frässatz von Seidel ist eigentlich nicht sehr spektakulär. Drei Ployplatten, zwei davon nur zur Hälfte befräst, ein DIN A2 Zettel mit einer groben Beschreibung welche Karosserieteile zusammengehören, und eine CD mit 41 Bildern.

Einige Teile sind sehr einfach zu erkennen und zuzuordnen, und anhand der Bilder läßt sich gut erkennen, in welcher Reihenfolge man die Teile zusammenkommen. Lediglich der Unterfahrschutz war etwas schwierig zu erkennen.

Unterteil der Karosserie
Unterteil der Karosserie
Ein paar Teile sind als ganzes aus den Polyplatten gefräst, sollen aber gebogen werden. Das Problem bei Poly: es bricht sehr schnell. Diesen Umstand habe ich zum Anlaß genommen, die gebrochenen Teile an den Kanten in einem passenden Winkel anzuschleifen, und dann wieder zusammenzufügen. Ein guter Helfer beim zusammenfügen ist übrigens Tesa. Um einige Winkel richtig hinzubekommen, ist es teilweise nötig biszu vier Teile auf einmal zusammenzukleben. Da gehen einem schon mal die Hände aus.

Geküztes Fahrwerk Tamiya TT-01
Karosserie ohne Fensterrahmen
Trotz des Versuchs alle Teile möglichst genau zu verkleben, scheinen einige doch nicht so richtig zu passen. Daher wird noch jede Menge Schleif- und Spachtelarbeit auf mich zukommen. Ein paar Teile scheinen auch zu fehlen. Zumindest kann ich die Seitenteile der Motorhaube, direkt bei den Scheinwerfern nicht finden. Naja, die fertige ich dann einfach selbst an.

Das TT-01 von Tamiya kommt zwar in gewohnter Qualität, allerdings in ungewöhnlicher Verpackung daher. Es gibt keinen Karton, sondern nur eine große Plastiktüte, in der alle Teile in ihren Einzelverpackungen stecken. Beim zusammenbauen habe ich jedoch den Eindruck bekommen, das die Schraubenbeutel nicht die Originalen sind. Eine ganze Menge Schrauben, die eigentlich in Beutel A sein sollten, habe ich in Beutel B gefunden. Es waren auch mehr übrig als erwartet. Naja, vielleicht ware ich auch zu blöde.

Stand: 19.06.2011

geküztes Fahrwerk Tamiya TT-01
geküztes Fahrwerk Tamiya TT-01
Auch wenn ich wußte dass das Fahrwerk zu lang ist, und ich in einigen Foren schon gelesen habe dass es um 69mm gekürzt werden muss, wollte ich es doch ersteinmal komplett zusammenbauen. Dadurch hatte ich die Möglichkeit, den originalen Achsstand zu messen, und ihn dann selbst noch einmal gegenzurechnen. Ich kam auf 67mm, und habe das Fahrwerk dann auch erstmal nur um dieses Maß gekürzt. Sollte se zu lang sein, kann ich es später immer noch kürzen. Durch das Kürzen ist vor dem Motor allerdings kein Platz mehr für das Lenkservo. Dafür lasse ich mir später etwas einfallen.

Stand: 26.06.2011

wieder verbundenes Fahrwerk TT-01
wieder verbundenes Fahrwerk TT-01
So, lange ist nichts mehr passiert, aber nun geht´s doch weiter. Ich habe das gekürzte Fahrwerk wieder verbunden. Beim ersten aufsetzen der Karosserie habe ich aber gemerkt, dass das Fahrwerk immer noch zu lang ist. Es muss noch um weitere 7mm gekürzt werden.

gekürzte Naben
gekürzte Naben
Dafür hat das kürzen der Naben um je 9mm sehr gut funktioniert. Ich habe sie einfach im Schraubstock abgesägt, plan gefeilt, und dann eine neue Nut hineingefräst. Diese werde ich aber noch um 0,5mm tiefer machen. Erstens wird die Spur dann noch ein bisschen schmaler, und zweitens ist dann der Spalt zwischen Naben und Achslager nicht mehr so groß.

störender Lankanschlag
störender Lankanschlag
Neue Dämpfer hat er auch schon bekommen. Weil die gesamte Radaufhängung nun aber ca. 1cm tiefer hängt, sind beim Lenken die Lenkanschläge im weg. Nein, nicht sind, waren. Allerdings war die original Anlenkung nun nicht mehr flexibel genug, und es musste auch hier etwas neues her. Zwei Kugelköpfe samt Augen und eine Lenkstange pro Seite haben aber auch dieses Problem gelöst. Zu guter letzt habe ich die Karosserie vorn innenseitig aufgefräst. Da passt genau die vordere Befestigungsplatte des Fahrwerks rein.

Stand: 08.05.2012